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Assisi 2002
Lago Trasimeno

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Lago TrasimenoNachdem einige Teilnehmer sich erkundigten, ob wir auch mal schwimmen fahren, musste ein Badenachmittag eingeräumt werden. Als es dann endlich so weit war, und das Vorhaben angekündigt wurde, wollte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen. Na ja, es war vielmehr die Neugier, die mich zum Mitfahren verleitete. Denn um den Lago Trasimeno kursierten so einige Horrorgeschichten, was ihm unter anderen das Synonym "Killerbeach" einbrachte. Schon beim Einsteigen in die Bullis fielen die ersten Regentropfen. Sollte das etwa ein Zeichen sein?
Als wir die Stadt verlassen haben, arteten die Tröpfchen in ein Gewitter mit Blitzen und Donnergrollen aus. Bei uns kam die Befürchtung auf, dass sich das auch auf die Stimmung der Teilis auswirken würde, doch die Laune war unverändert gut. Vielleicht beruhigten auch Dirks Worte: "Da, hinter den Bergen scheint die Sonne!?" Gesagt, getan. Kaum haben wir den ersten Tunnel passiert, wurde uns auch der prophezeite Sonnenschein geboten. Am See angekommen, konnte ich auf den ersten Blick nichts feststellen, dass auf ein Killerbeach hinweisen würde. Immerhin gab es einen sandähnlichen Strand, und das Wasser sah auch klar aus. Doch beim näheren Betrachten sollte sich dieser Eindruck noch ändern. Mit jedem Schritt, den man sich tiefer ins Wasser wagte, oder besser gesagt: je weiter man sich vom Ufer entfernte, denn der See hatte schätzungsweise eine Tiefe von 1,30 m, desto schlammiger wurde der Untergrund. Doch das war nicht alles: Nicht dass man schon in einer dunklen, schlammartigen Masse stehen musste, kamen noch die unzähligen scharfkantigen Steine hinzu, an denen man sich gut aufschlitzen konnte. Nicht zu verachten war auch die wuchernde Flora mit meterlangen Schlingpflanzen, Teppichen aus Stachelgestrüpp, Unterwasserbrennnesseln und Seegras. Jetzt war mir auch klar, warum sich einige vor dem Betreten des Sees mit Schuhen bewaffnet haben. Es dauerte nicht lang, bis das erste Wurfgeschoss sein Ziel im Gesicht eines anderen fand, was der Auslöser einer Seeschlacht war. Um erfolgreich mitmischen zu können, musste Munition besorgt werden. Nichts einfacher als das: viele Seepflanzen ernten, diese zu einem Knäuel formen und das Geschoss in einem Blitzangriff geschickt platzieren. Schon bald mussten einige kapitulieren und das Schlachtfeld verlassen. Sie widmeten sich lieber dem Volleyballspielen oder dem Sonnen. Kurze Zeit später mussten auch wir das Feld räumen, denn wir haben schon den Seegeruch angenommen und die Haare fühlten sich auch irgendwie anders an. Außerdem mussten wir uns so langsam auf die Rückfahrt begeben. Auch dieses Jahr hat der See seine Spuren in Form von Kratzern und Schnittwunden (unter anderem an der Schulter, vorzugsweise aber an den Füßen und Beinen) hinterlassen, die Hoa fachmännisch versorgte.
An der Casa wieder angekommen, gönnten sich alle eine warme bzw. kalte Dusche, um nicht als Geruchsbelästigung abgestempelt zu werden. Doch der anstrengendste Teil des Tages stand mir noch bevor: drei Riesen-Schüsseln mit Pizzateig, der in Form gebracht werden mussten.

Beate >>

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