Assisi 2002
Wir, die Gegner jeder Ordnung und Ruhe sollten
auf der Fahrt nach Assisi mal wieder die Gelegenheit bekommen, Schrecken und Angst zu verbreiten. Da Rebecca und ich uns schon gleich zu Anfang
der Fahrt zum Terrorteam zusammen gefunden hatten, waren wir dem A-Team um einiges voraus. Vorerst betraf der Terror allerdings noch alle unsere
Mitmenschen und wir hatten uns nicht spezialisiert. So sorgten wir in der sonst so friedlichen Gruppe immer wieder für Unruhe und zeigten
uns auch den Italienern gegenüber von unserer "besten" Seite.
Nachdem wir aber die langsame Entwicklung des A-Teams bemerkt hatten, zogen wir
uns zurück und erarbeiteten einen 1A Schlachtplan, um dieser uns so gegensätzlichen Gruppe einen Strich durch die Rechnung zu machen.
Da wir beide außerordentlich lange und gute Erfahrungen im Nahkampf haben und Organisationstalente sind, konnte unser erster Anschlag bald
statt finden. Wir arbeiteten unerkannt und unaufhörlich im Untergrund, sammelten Informationen über unsere Opfer und entwickelten neue Kampftechniken,
während das A-Team noch Machtkämpfe austrug und einige Schwierigkeiten in der Organisation hatte.
Der erste Anschlag war lange geplant und ohne jedes Risiko für uns. Am Tag als wir in der Küche eingeteilt
waren, bot sich und sie einmalige Gelegenheit. Allerdings durfte es keine Zeugen geben. So ließen wir beim Pizza zubereiten und belegen unbemerkt
das außerordentlich scharfe Paprikagewürz aus dem Regal verschwinden, um es dann in einer ruhigen Ecke auf eine Tomaten-Mozarella-Pizza zu streuen.
Wir sparten nicht, aber wir wollten unsere Gegner auch vorläufig aus dem Verkehr ziehen, um an unserem Plan in Ruhe weiter zu arbeiten.
Einige der Mitglieder des A-Teams kamen in den Genuss dieser Pizza und konnten mit dem Wasser trinken gar nicht mehr aufhören. Was ja dazu
führte, dass sie sehr viel Zeit auf der Toilette verbrachten. Der Plan war aufgegangen, allerdings traf es auch einige Unschuldige. Doch
ein paar Opfer muss man schon bringen, um das A-Team zu stoppen. Nach dem gelungenen Attentat gönnten wir uns eine kleine Pause und beschlossen
weitere Aktionen auf den nächsten Tag zu verlegen.
Hier tat uns dann der Pastor einen Gefallen. Er plante eine große
Runde, um den Gesang für das Theaterstück zu üben, so konnten Rebecca und ich unverhofft und diesmal auch unbemerkt das A-Team beeinflussen.
Denn durch unseren lauten, ohrenbetäubenden und schrägen Gesang verwirrt, ließen sie sich alle auf die Wanderung zum Monte Subasio
ein. Darauf
hatten wir spekuliert. Auf dem beschwerlichen Weg nach oben verbrauchten sie viele Kräfte, wobei wir schon aus dem Vorjahr geübte Monte-Subasio-Besteiger
waren. Der Berg konnte uns nichts anhaben und so kamen wir ohne jedes Zeichen von Erschöpfung oben an. Das A-Team hingegen war am Ende
und legte sich gleich in ihre Schlafsäcke, um zu ruhen. Das war unsere Chance, nach dem Verzehr des Nudelsalates sollte es los gehen. Diesmal
überließ ich Rebecca den Vorrang und beobachtete mehr aus dem Hintergrund das Kampfverhalten der Gegner für unsere späteren
Analysen. Rebecca schnappte sich also den Schlafsack von B.A, wohlbemerkt, er lag noch drin, und schubste ihn den Berg runter. Dadurch entstand ein
Handgemenge und Rebecca konnte die Oberhand gewinnen. Außerdem stiftete sie genug Unruhe, so dass sich im weiteren Kampfverlauf die Mitglieder
des A-Teams untereinander bekämpften und sich gegenseitig in den Schlafsäcken umcatchten oder den Berg runter rollten. Mit dem guten
Gewissen, unsere Aufgabe mal wieder ein Stück weit erfüllt zu haben, konnten wir uns aus dem Kampf zurück ziehen und noch einen
ruhigen und kräftesparenden Abend verbrin-gen. Das A-Team hingegen war mal wieder völlig fertig und schleppte sich, wieder im Haus angekommen,
nur noch ins Bett. An den nächsten Tagen verhielten wir uns einigermaßen ruhig, um das Aufsehen um uns wieder etwas zu beruhigen. Wir waren schon
weiter gekommen, als wir geplant hatten, und so schadete diese Pause unserem Plan in keinster Weise.
Am letzten Tag bot sich dann doch wieder die Chance für einen Angriff. Ein Fußballspiel stand auf dem
Programm. Wir mischten uns unauffällig unter die Spieler und fuhren mit zum Platz des Geschehens. Zwar konnten wir beim Spiel selber nicht
viel anstellen, aber hintenrum ging einiges. Während Rebecca zumindest einige Male so tat, als wolle sie Fußball spielen, beschloss ich
meinem Namen als gefürchtete "Hand-auf-nackte-Hautklatscherin" mal wieder alle Ehre zu erweisen. Meine Opfer sollten Face und Hannibal
sein. Allerdings hatte ich nicht mit so großer Gegenwehr gerechnet. Der Kampf zog sich in die Länge und es sah nicht so aus als würde
es zu einem Sieger kommen. So beschloss ich meine Kampftechnik erst noch ein bisschen zu verfeinern bevor ich wieder angreifen wollte. Dieser Kampf
endete also mehr oder weniger unentschieden. Ein Vorteil für das Terrorteam war allerdings, dass das Fußballspiel für alle Beteiligten,
mit Ausnahme von uns, sehr anstrengend war und so das A-Team schon wieder von Müdigkeit geplagt keine Pläne für den Angriff gegen
uns verfassen konnte. Am Abend konnten wir sogar noch einmal einem der A-Team Mitglieder einen Schaden zu fügen. Diesmal traf es Hannibal.
Wir gingen sehr hinterhältig vor, denn der Betroffene stand gerade unter der Dusche als ihn Zahnpasta, gelbes Duschgel, Bier, leere Toilettenpapierrollen
und kaltes Wasser wie eine Bombe trafen. Physisch und psychisch am Boden kroch er aus der Dusche heraus und räumte wieder einmal vorläufig das Feld.
Für den nächsten Tag war die Abfahrt angesetzt, da konnten wir nicht allzu viel Schaden anrichten, da man Rebecca
und mich, wohl auch nicht ohne Hintergedanken, getrennt hatte. Erst in der Schweiz wieder vereint, waren wir erneut einsatzbereit und sollten
auch nicht lange warten müssen. Bei einer Kissen-Schlafsack- und Deckenschlacht konnten wir die Kraftreserven des A-Teams ordentlich ankratzten.
Denn mit zwei geübten Nahkämpferinnen ist so eine Schlacht gar nicht so einfach und wir bewiesen trotz unseres ja angeblich "schwächeren"
Geschlechts große Kampfbereitschaft und Ausdauer. Auf dem Kinderspielplatz kam Rebecca dann Dank meines einzigartigen Ablenkungsmanövers, beim
Sprung von der Schaukel, zu der einmaligen Gelegenheit, B.A. auszuknocken. Mit ihrem hochgefährlichen Ninjasprung, bei dem die Finger direkt
in die Augen des Gegners zielen, machte sie B.A. zu einem einäugigen Krüppel. Somit hatten wir schon mal einen des A-Teams unschädlich
gemacht und das, ohne dass man bemerkte, das böse Absicht dahinter steckte. Schließlich konnten wir dieses "Missgeschick"
gut mit der Dunkelheit und dem rutschigen Boden auf dem Spielplatz entschuldigen.
Nach dem frühen Aufbruch am nächsten Tag war erst mal Ruhe, allerdings auch nur bis zum Frühstück.
Danach meinte es das Schicksal nämlich gut mit uns. Wir konnten frisch gestärkt und mit reichlich Proviant bestückt in dem mit Klimaanlage
ausgestattetem Luxusbulli zusammen vorne sitzen. Dort sollte es dann auch zum Showdown kommen. Die ganze Zeit fuhren wir friedlich an der Spitze,
Rebecca und ich vorne, Mattes am Steuer, im Radio wunderbare deutsche Radiosender mit guter Musik und das Klima war auch sehr angenehm. Bis
dann auf einmal der A-Teambulli mit Damian am Steuer aufmüpfig wurde und Anstalten machte, uns zu überholen. Trotz großartiger Fahrtipps
von Rebecca und mir an Mattes konnten wir das Unheil nicht aufhalten und der Bulli übernahm die Führung. So leicht wollten wir nicht
aufgeben, nachdem Rebecca schon einige Male angeblich schlafend im A-Teambulli gefahren war, kannten wir all ihre Tricks & Pläne und waren auch
mit der Maschine und den Gewehren, Pistolen und sonstigen Schusswaffen
bestens vertraut. Mit
diesem Wissen planten wir den Endkampf bis ins kleinste Detail. Nachdem sich lange nichts auf der Rückbank des A-Teambullis getan hatte,
tauchten auf einmal die Köpfe von B.A. und Hannibal auf. Sofort fingen wir mit unserem Verwirrmanöver an. Zuerst drapierten wir all unsern
Proviant hinter der Windschutzscheibe und blendeten sie so, da die Versorgung ihn ihrem Bulli nicht so gut funktionierte. Wir hätten einer langen
Belagerung stand gehalten, das Essen und Trinken hätte für mindestens zwei Wochen gereicht. Danach folgte ein Schwall von Beschimpfungen per
Handzeichen um sie zu reißen, in Kombination mit den unmöglichen Fahrmanövern, die wir Mattes vorher aufgetragen hatten, war das eine
tödliche Mischung. Mit ihrem Verstand am Ende griffen sie zu ihren Waffen. Doch auch darauf waren wir bestens vorbereitet. Eine spezielle
Windschutzscheibe schütze uns vor allen Kugeln. Da wir sowie so die besseren Schützen waren hatten sie also gar keine Chance. Nicht wir,
das Todesduo - wie fälschlicherweise in dem anderen Bericht geschrieben wurde - verloren den Endkampf, sondern das A-Team. Nachdem wir nämlich
Hannibal und B.A. aus dem Weg geräumt hatten, konnten wir ihren Bulli abdrängen und somit von der Reiseroute entfernen. Völlig ohne
Orientierung fuhren sie also in eine völlig falsche Richtung und wurden auch bis heute nicht wieder gesehen.
Das Todesduo besteht weiterhin und wann immer es vereint ist, seid gewarnt,
selbst das angeblich so starke A-Team konnte uns nicht stoppen. Im Namen des Aufruhrs, wir machen weiter, egal was kommt!!!
Laura/Schnitzel
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