Assisi 2002
Man sagte uns es wäre einfach, man sagte uns es gäbe keinerlei
Risiken, keinerlei Gefahren und man sagte uns, es gäbe befestigte Wege. Doch es kam alles anders....
SIE, (die erbarmungslosen Sklaventreiber = Dirk, Hoa, Mattes, Damian
und Beate) sie wollten einen neuen Weg, eine neue "Wanderroute".
Doch es wurde ein Höllentripp durch den Dschungel: Die
ersten Meter waren wir noch hochmotiviert da die Wege zwar steinig und uneben aber immerhin noch ca. 80 Zentimeter breit waren und das
Gestrüpp noch nicht so dicht. Doch nach einiger Zeit verließen uns die Kräfte, wir fielen zurück.
Plötzlich hörten wir raschelnde, angsteinflößende
Geräusche aus dem Dickicht. Sofort blieben wir bewegungslos stehen, lauschten angestrengt und schauten uns um. Unser Adrenalinspiegel
stieg ins grenzenlose. Wir waren auf alles vorbereitet, auf "fast" alles. Doch wer hätte damit gerechnet: Mit der Schnelligkeit
eines Liedschlages schoss ES aus dem Gebüsch. Eine 12 Meter lange RIESENANAKONDA !!! Blitzschnell umschlang sie das Bein von Lars und
versuchte ihn wegzuschleifen. Starr vom Anblick dieser dramatischen Situation stand Stephan da und traute seinen Augen nicht. In diesem
Moment ging Lars wie ein Stein zu Boden, immer noch mit dem Monster ringend. Als Stephan das sah, begriff er: ES WAR ZEIT
ZU HANDELN! Todesmutig eilte er Lars zu Hilfe. Er wollte ihm nicht dem Tod überlassen. Doch mit den noch übriggebliebenden
6 Metern Schwanz, war nun auch Stephan gefesselt und unschädlich gemacht. Die momentane Situation schien aussichtslos. Wir dachten
unser Ende wäre nahe. Doch mit seiner letzten Kraft schaffte es Stephan die Bestie abzulenken, sodass Lars mit dem Mut der Verzweifelung
an sein Schweizertaschenmesser kam und die tödliche Bedrohung mit seinem diamantgeschliffenen Titanzahnstocher niederstreckte. Die Gefahr
war gebannt und der leblose Schlangenkörper glitt den Abhang hinunter.
Nach dieser schrecklichen Begebenheit waren alle daran bedacht den Berg so schnell wie möglich zu erklimmen.
Und so kämpften wir uns durch einen Dschungel aus Dornen , fußbreite Pfade entlang, durch ein Trüffelschutzgebiet, Mount Everest gleichende
Hänge hinauf bis wir schließlich doch ALLE das rettende Gipfelkreuz erreichten. Die Siegesfahne wurde gehisst und man kam
langsam zur Ruhe. Im "Schlafsarg" liegend mit einem Teller Nudelsalat schaute man sich den Sonnenuntergang an.
Das Grauen hatte ein Ende... (nach einer wahren Begebenheit)
Lars u. Stephan
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