Assisi 2001
Am Samstag, dem 11. August, stand die Fahrt nach Rom auf dem Programm.
Dafür musste die heroische Fahrercrew schon um 5 Uhr, also mitten in der Nacht aufstehen, um die Teilnehmer aus den Betten
zu schmeißen. Einige Zecher, Namen seien an dieser Stelle nicht genannt, taten sich da schon schwer. Ich
konnte das aber gut verstehen, denn ich war am Abend, oder wars schon Morgen, selbst nicht als erster im Bett gewesen. Da wir aber
schon früh los mussten, half alles Betteln nichts. Eben waschen, Anziehen und los gings. Die Fahrt verlief problemlos. Na ja, alle
Wege führen nach Rom. Es dauerte etwa zwei Stunden, dann waren wir da. An einem Park machten wir Halt, um zu frühstücken.
Als wir die Kühlboxen öffneten, war die Freude groß. Da waren die besten Paninis der Welt in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen.
Diese waren am vorherigen Abend von der heroischen Fahrercrew im Schweiße ihres Angesichts und mit viel Liebe geschmiert worden.
Sie wurden uns denn auch förmlich aus den Händen gerissen. (Man sieht es am Besten an Hand der Bilder in der Galerie ;-) .)
Danach hieß es dann Trennen, die Neulinge, darunter ich, sollten zuerst die Katakomben besuchen, die "Fortgeschrittenen"
fuhren irgendwo anders hin, wohin sollen die Betreffenden selber erzählen, wenn sie Lust haben. In den Katakomben bekamen wir
zu hören, das hier mehrere Zehntausend Gräber waren. Beeindruckend! Es war außerdem schön kühl. Dann ging es mit den
Bullis (Wir drehten noch eine Ehrenrunde um das AS Rom Stadion und den Olympia-Park.) und der Bahn nach Rom rein. Als wir in die Metro
(U-Bahn) einsteigen wollten, erlebten wir den ersten Schock. Ein Italienischer Beamter brachte uns irgendwie bei, dass die heute
nicht fahren würde. Na ja, für uns hieß das ein paar Kilometer mehr laufen. Machte aber überhaupt nichts, bei
30°C. Irgendwie trieben wir dann aber einen Bus auf, der uns
weiter ins Stadtzentrum brachte. Der
war zwar nicht viel größer als mein Auto, wir passten aber trotzdem irgendwie alle rein. Nach der Fahrt liefen wir erst
zum Forum Romanum und dann zum Colosseum. das war sehr beeindruckend. Beeindruckend war aber auch, das alle zwei, drei Meter uns irgendein
Straßenhändler seine Qualitätsprodukte andrehen wollte. Handmade in Taiwan, versteht sich, oder im Falle der mit
Mehl oder Sand gefüllten Luftballons sogar italienische Wertarbeit. Vom Colosseum ging's zum Pantheon, dem Vielgöttertempel, der
mit dem Loch in der Mitte, wo es reinregnen kann. Unser Blasen-und Schnittwunden-am-Fuss-vom-Lago-Trasimeno-Invalide-Matthias-Namensvetter-Beusker
schleppte sich die ganze Zeit irgendwie mit. Hiernach war Mittagspause angesagt. Die Teilnehmer rannten sofort zu McDoof. Ich setzte mich
in den Säulengang vor dem Pantheon und hörte die beste Musik der Welt ;-). Danach liefen wir zum Vatikan, um uns mit den
anderen zu treffen. Auf dem Weg dorthin begegnete uns noch ein netter Straßenhändler, der wie von Zauberhand schwebende und
zur Musik tanzende Micky-Mäuse anbot. Einige der Teilnehmer, darunter Rebecca ("Clear Mann!"), waren davon sehr angetan.
Als aber unser Oberfahrer Wimpy zur Eile ermahnte, und es zu keinem Geschäftsabschluss kam, bedankte sich der Straßenhändler
mit einem freundlichen "Alte Sch....". Wie nett. Die wichtigsten Wörter auf Deutsch kennen die also. Die anderen fanden wir
auf Anhieb. Dann hieß es Umziehen, damit auch jeder reinkommt. Und rein in den Petersdom. Mein erster Eindruck: "Hier kann
man unsere Kirche ja zweimal reinstellen!" Es war riesig. Anschließend ging es in den Keller zu den Särgen
der Päpste. Das war dann auch so ziemlich die letzte Sehenswürdigkeit, die wir in Rom besuchten. Hierauf liefen wir zum U-Bahnhof, wovon
uns die U-Bahn (Sie funktionierte tatsächlich wieder!) zum Bahnhof brachte, von dort aus uns die Bahn dann zu unserem Bulliparkplatz
brachte. Alle sahen ziemlich fertig aus. Woher den nur? Auf der Rückfahrt hörten wir dann in unserem Sprinter-Bulli, gefahren
von mir (tja, von wem sonst?), zum hundersten Mal die Mittermeier-MD. War aber immer noch lustig genug. Inka lachte die ganze Zeit durch,
dann musste es ja gut gewesen sein. An der Casa angekommen musste dann noch das Abendessen eingenommen werden, das wiederum unsere
bezaubernden Küchenfeen zubereitet hatten. Nach dem Essen fielen (fast alle) erschöpft in die Betten, in der freudigen Erwartung
von einer Stunde mehr Schlaf am nächsten Morgen.
Matthias >>
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