Assisi 2001
Eines schönen Tages stand auch ein Schwimmausflug auf dem Plan. Dafür
hatten wir uns den nicht allzu weit entfernten Lago Trasimeno, den größten Binnensee Italiens, ausgesucht. Die Besonderheit
dieses Sees ist, dass er sehr flach ist, ungefähr 5-7 m tief im Durchschnitt, und man kann ganz weit reinlaufen. Na ja, so ist
das für die meisten, für wenige hieß es schon etwas früher "Land unter" (diejenige, die ich meine, weiß
an dieser Stelle hoffentlich Bescheid) ;-). Nachdem wir am Morgen unser religiöses Kulturprogramm gehabt hatten, freuten sich
alle auf eine Abkühlung. Das lag wohl an den fast unerträglichen 38°C an diesem Mittag. So ging es dann los. Die Fahrt gestaltete
sich problemlos. Einige mussten zwar noch merken, dass man die Füße bei der Fahrt besser nicht aus der Bullitür stecken sollte,
aber die hatten das dann auch schnell raus. Ha, ha. Als wir nach etwa 1 1/2 Stunden Fahrt ankamen, rissen sich alle die Klamotten
vom Leib und stürmten ins Wasser. Stürmten??? Das war soweit nicht möglich, das wurde einem schnell schmerzhaft bewusst.
Sandstrand? Von wegen. Na ja, auch egal, Hauptsache Wasser, da störten auch die 1000000000000023 Mückenlarven nicht. (Das Zählen
hat ewig gedauert!) Die allgegenwärtigen Algen wurden schnell als Wurfgeschosse missbraucht. Mit dem Treffen war es bei einigen
allerdings nicht weit her. Bestimmte Personen hatten auch ihre Freude daran, die Algen in den Mund zu nehmen. Selbige schluckten auch
übermäßig viel Wasser. Dennoch haben die Aktionen im Wasser allen Spaß gemacht. Nach einiger Zeit fiel aber
auf, dass sich immer mehr Personen zum Ufer, aus dem Wasser heraus, bewegten. Manche humpelten. Ich machte mich auch auf. Als ich mich
aber am Ufer aufrichten wollte, küsste ich mit meinem Knie den Fußboden des Trasimeno. "Suboptimal", dachte
ich mir. Am Ufer wurde ich dann schnell von Frau Doktor und Frau Geschlechtsgenossin verarztet, natürlich ohne mit einer Wimper
zu zucken. Gewisse Namensvetter hatten da schon größere Probleme und schrieen die halbe Liegewiese zusammen. Es dauerte
nicht lange, da hatte sich ein kleines Lazarett gebildet. Am Ende hatten sich die meisten Teilnehmer, aber auch Teile der heroischen
Fahrercrew, Schnittverletzungen zugezogen. Ausnahme unserer beschuhter Dirk, Mann auf die Idee hätte ich auch kommen sollen. Danach
hatte dann so recht keiner mehr Lust, ins Wasser zu gehen. Den Rest der Zeit verbrachten wir mit "Stadt, Land, Fluss" spielen
oder mit Sonnenbaden. Manche aßen auch Pizza, die schien aber nicht allen zu schmecken, oder Tim? ;-) Am späten Nachmittag
fuhren wir dann wieder zu unserer Casa, wo auch schon die "Küchenfeen" mit einem Abendessen von Weltklasse warteten. Obwohl es für
die Beteiligten wohl sehr erbaulich gewesen sein musste, kam in den restlichen Tagen die Frage nach einer erneuten Fahrt zum Lago nicht mehr auf.
Matthias >>
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