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Assisi 2002
Die Ankunft und das Fest Costa di Trex

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Da wir dieses Jahr so an die 2 Wochen später in Assisi waren als letztes Jahr, war am Tag unserer Ankunft der letzte Tag des Costa di Trex Festes. Doch bevor wir daran denken konnten, dorthin zu gehen, mussten wir erst mal einziehen. An der Casa angekommen sind wir ungefähr gegen 5 Uhr nachmittags. Nachdem wir uns eine Viertel Stunde darüber gewundert hatten, wie grün doch alles dieses Jahr ist, fingen wir an, die Bullis auszuräumen. Zu unserem (der Fahrer) Entsetzen hatten sich für diese Aufgabe die Teilnehmer freiwillig abgemeldet. Denn sofort nachdem die Schlüssel für die Türen der Casa besorgt waren, stürmten alle hinein, um sich ein Bett im favorisierten Zimmer zu sichern. Jedenfalls die Mädchen. Die Jungs suchten sich im "Keller" einen guten Platz für ihre Luftmatratzen. Irgendwie haben wir es dann doch geschafft, die Tonnen von Lebensmitteln und Bastelkram ins Haus zu schleppen. Angekommen!Zwischendurch wurden wir etwa zwanzigtausendmal nach einer Luftpumpe gefragt, und jedes mal mussten wir, nur mühsam ein Grinsen verbergend, sagen, dass sie die Dinger wohl selbst aufblasen müssen. Aber wer solch eine Zwei-Mann-Zehnfachkammer-Extradick-Matratze mitschleppt, hat es auch nicht anders verdient. Sie haben es dann mit Föns versucht, wohlgemerkt versucht. Als wir alles im Haus hatten, uns auch selbst in den Zimmern eingerichtet und die Bullis bei Seite gestellt hatten, kam der Speisesaal an die Reihe. Natürlich war es unmöglich, die Tische und Bänke mal eben so hinzustellen, dass alle 35 Leute einen Platz hatten. Denn jeder hatte eine andere Idee. Das wir es letztendlich doch noch geschafft haben, sie einigermaßen vernünftig hinzustellen, lag daran, das einige entnervt aufgaben und sich um andere Dinge kümmerten.
Dirk und Tim hatten sich derweil unter der Aufsicht von Pastor Müller daran gemacht, die zukünftige Kapelle zu entwalden. Dann passierte das Unglück von Anna, und Willy musste mit ihr ganz schnell zum Krankenhaus. Damit fielen zwei Leute aus. Der Rest musste improvisieren. Da noch keine Dienste eingeteilt waren, gab es noch keinen Küchendienst. Also haben Beate und ich mal eben Spaghetti gekocht, dazu eine wunderbare Schinken-Sahne-Soße. (ich glaube, das gibt's jedes Jahr am ersten Abend, nur der Salat fehlte diesmal, das war aber kein Verlust) Dann hieß es erst mal essen. Nach dem Essen fanden sich tatsächlich welche zum Spülen. Wir Fahrer überlegten uns, wie man den Abend noch retten könnte. Da es außer dem Fest in Costa di Trex eh nichts gab, beschlossen wir, dort hinzugehen. Ich schätze, wir waren so gegen halb zehn vor Ort. Am Eingang sah alles so aus wie im letzten Jahr, derselbe Bierstand, das selbe Zelt, dieselben Männer mit ihrem komischen Spiel, das mich irgendwie an Schnick-Schnack-Schnuck erinnert. Nur vor der Bühne war es anders. Dort gab es diesmal einen Laufsteg. Auf dem FestMan konnte ahnen, was da an dem Abend noch abgehen sollte. Wir Fahrer setzten uns (denn das hatten wir schwer nötig) auf die Mauer am Rande. Pastor Müller ging Wein besorgen. Die Teilis verteilten sich über das ganze Areal, einige baggerten die einheimische männliche Jugend an. (was uns in den folgenden Tagen ständigen Besuch bescherte und so manche seltsame Situation) Wir genossen derweil den Wein. Später ging dann die Modenschau los. Durch Beate erfuhren wir, dass es nicht die billigsten Klamotten waren, die dort präsentiert wurden. Hoa klatschte die ganze Zeit mit 100 bpm. Pastor Müller war ganz begeistert von den beiden Frauen, die rechts von uns auf Plastikstühlen saßen. (siehe Bild) Ich weiß bis heute nicht, was an denen so besonders war. Nach der Modenschau kam ein Tanzpaar, die drei verschiedene Tänze vorführte. Welche das waren, weiß ich nicht mehr. Ist auch nicht so wichtig. Erstaunlich war nur, wie der Tänzer trotz seiner Leibesfülle so agil auf dem Beton bewegte. Ob nach dem Tanzen noch was passierte, weiß ich auch nicht mehr, aber hunderte Gähner später stand Willy auf einmal vor uns, um uns mitzuteilen, dass er und Anna wieder da seien. Da es eh schon spät genug war, sammelten wir alle Leute ein und machten uns auf den Rückweg zur Casa.
Dort angekommen mussten natürlich erst mal alle zu Anna, um zu gucken, was passiert war. Nachdem es jeder gesehen hatte setzten wir Fahrer uns ins Schlafzimmer der Frauen und unterhielten uns über die Fahrt und auf den weitern Verlauf der Reise. Wann wir ins Bett gekommen sind, weiß ich nicht mehr. Aber es kann nicht sehr spät gewesen sein, denn am nächsten Morgen habe ich es zum Ersten und letzten Mal während dieser Fahrt geschafft, an Hoas morgendlicher Joggingrunde teilzunehmen. Wir waren nur zu dritt, Dirk war auch mit dabei. An den anderen Morgen musste ich wegen akuter Müdigkeit liegen bleiben.
(ich bleib dabei, wenn wir abends gejoggt wären, hätte ich immer mitgemacht, vielleicht biete ich das nächstes Jahr alternativ an, so in der Art einmal Carceri und zurück ;-) )

Matthias >>

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