Assisi 2003
Auch dieses Jahr hatten wir wieder die Möglichkeit zu einem kleinen Spaziergang auf den Monte Subasio. Wie üblich wurden plötzlich einige fußkrank und
fuhren lieber mit den Bullis und den Salaten auf den Berg. Aber trotz allem hatte sich doch eine recht große Truppe gefunden, die die Strapazen auf sich nehmen wollte.
Zuerst wurden wir mit den Bullis bis nach Costa di Trex gebracht und begannen dort unseren Aufstieg. Das erste Stück ging ja noch, es war schön schattig
und die gefährlichen Riesenschlangen, die uns im letzten Jahr beinahe umgebracht hätten, hatten wohl schon ihren Winterschlaf begonnen.
Aber dann drangen wir immer weiter in den Dschungel des Monte Subasios vor. Äste peitschten uns ins Gesicht und die Dornenranken zerkratzten uns Arme
und Beine. Später erzählten einige Teilis, sie hätten 60 Kratzer und Schrammen davon getragen. Irgendwann nahm dann endlich dieser Urwald ein Ende und wir hatten die Baumgrenze erreicht.
Dort begannen wir unseren steilsten Anstieg, hatten dafür aber auch einen sehr schönen Blick auf Assisi und Umgebung. Eigentlich ging ja bis jetzt alles
noch ganz gut. Aber dann erreichten wir eine Herde äußerst gefährlicher Urwaldviecher, auch Pferde genannt. Eine bestimmte Teilnehmerin fing gleich an,
mit den Tieren zu reden und zu diskutieren. Das schien denen aber gar nicht zu gefallen, wahrscheinlich waren sie einfach anderer Meinung als Lia und wollten
auch mal das letzte Wort haben. Jedenfalls wurde Lia von einer Herde wilder Pferde quer über die Wiese gejagt und konnte sich nur noch durch einen Sprung über den Zaun retten.
Ja, der Zaun, hatte man alle Strapazen mehr oder weniger heil überstanden, blieb nur noch ein Hindernis: der Zaun! Beim Überklettern konnte man sich noch
mehr Schrammen und Wunden zulegen und eine Boxershorts überstand den Zaun auch nicht ganz unbeschadet. Aber es gab ja auch schlaue Leute, die den
Durchgang genommen haben...! Dann mussten wir nur noch ein Stückchen laufen und waren endlich da. Wir hatten die Spitze erreicht, falls man beim Monte Subasio von "Spitze" reden
kann. Oben sahen wir, wie jedes Jahr, keinen Sonnenuntergang, aßen Nudelsalat, machten Schlafsack-Kloppe und fingen lustige kleine Heuschrecken (Kenner sagen zu denen auch Okapis!).
Zurückfahren mussten wir leider viel zu früh, weil wir sonst auf dem Monte Subasio hätten übernachten müssen!
Kerstin
Matthes: Das mit dem Sonnenuntergang stimmt nicht ganz: Sonnenuntergang in 2001 >>
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