Assisi 2003
Am 1. September war es endlich wieder soweit. Es ging in die Stadt vom heiligen Franziskus, nach Assisi in Italien. Für die Anholter ging es um kurz nach halb neun mit dem blauen Bulli los, in Richtung Marl.
Dort angekommen waren viele schon fleißig mit dem Bepacken der drei weißen Bullis beschäftigt, die bereits am frühen Sonntag Morgen von ein paar Betreuerleiterfahrer/innen abgeholt worden waren. Zur großen Erleichterung aller stellte
sich beim Packen schnell heraus, dass wir genügend Platz für alles hatten, so dass der Anhänger nicht wie befürchtet mitgenommen werden musste. Zu verdanken war dies vor allem den hervorragenden Beladungskünsten dreier Betreuerleiterfahrer/innen,
die bereits am Sonntag Mittag ein Meisterwerk von effizienter Bullibepackung abgelegt hatten. ;-) Als das Beladen fertig war und fast alle Teilnehmer den Weg zu St. Barbara gefunden hatten, gingen wir zu einem kurzen Gottesdienst in die Kirche.
Anschließend, so gegen halb elf, fuhren wir los, zunächst Richtung Schweiz, nach Selisberg oberhalb des Vierwaldstätter Sees.
Nach drei Zwischenstopps zum Fahrerwechseln, Tanken und Erleichtern kamen wir so gegen sechs Uhr bei der Waldhütte in Selisberg an. Einige Leute machten sich direkt daran, das Abendessen zuzubereiten. Die anderen sahen sich erst mal etwas um,
sei es im Wald oder oben im "Schlafsaal". Diejenigen, die nach oben gegangen waren, starteten ziemlich bald eine wilde Kissenschlacht. Als zwei Betreuer dazukamen, nämlich Dirk und ich, ging es fast nur noch gegen uns. Aber wir schlugen uns wacker
und ließen die kläglichen Attacken der Teilis gekonnt abblitzen, zumal wir ihre Tricks schnell durchschauten. Später kam Beate dazu, eigentlich nur, um zu sagen, dass das Essen bald fertig sei. Aber es dauert nur Augenblicke, da war sie auch in
die Schlacht verwickelt. Zwei Teilis, nämlich Sebastian und Daniel, meinten es besonders gut mit ihr und gingen direkt zu zweit auf sie los. Das haben die beiden allerdings schnell bitter bereut. Irgendwann war die Schlacht dann zu Ende, natürlich
mit einem überwältigendem Sieg für die Betreuerleiterfahrer. Außerdem war in der Zwischenzeit das Abendessen fertig, Nudeln mit Schinken, Gemüse und ohne Salz und Pfeffer. Egal, Hauptsache Kalorien. ;-) Ist ja trotzdem fast alles aufgegessen worden.
Als das Abendessen gegessen war, waren uns die Teilis noch nicht müde genug, deshalb kam uns die Idee, doch noch eben "kurz" zum Aussichtspunkt am Vierwaldstätter See zu gehen. Also machten sich vier Betreuer, nämlich Hoa, Dirk, Beate und Matthias,
mit ein paar interessierten Teilis auf den Weg in die dunkle Nacht. Meine Taschenlampe gab schon nach den ersten paar Metern den Geist auf, nur durch Schütteln konnte ich ihr noch ein bischen Licht entlocken. Da ich hinten lief und somit nicht für den
Weg verantwortlich war, war das aber nicht so schlimm.
Zuerst gingen wir zielstrebig zu einem uns unbekannten Aussichtspunkt. Dafür schufen wir eigens einen neuen Weg. Natürlich verloren wir keine Sekunde lang die Orientierung. Oder hat das so ausgesehen? ;-) Da wir aber auch noch zu dem uns bekannten Ort
kommen wollten, gingen wir schnell weiter, diesmal auf schon befestigten Wegen. Zu unserem Unglück fing es an zu regnen, das war vor allem für die Leute ohne Jacke, darunter ich, ziemlich blöd. Den Aussichtspunkt fanden wir schnell, aber zu sehen gab
es nicht viel, es war ja schon stockdunkel. Der Rückweg zu unserer Unterkunft war dann sehr leicht.
Dort angekommen machten sich die Leiter auf zu einer Gaststätte, um noch ein Bierchen zu trinken. Was Teilis in der Zeit für Unsinn angestellt haben, sollen sie mal selber erzählen, das können wir ja nicht wissen.
Gegen halb zwölf Uhr waren wir dann wieder in der Unterkunft und gingen auch schnell schlafen. Die Leute, die schnell eingeschlafen sind, waren klar im Vorteil. Denn bei dem Geschnarche hatte man sonst ziemliche Probleme damit.
Am nächsten Tag ging es dann auf die nächsten 800 km Richtung Assisi.
Matthias >>
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