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So war es 1995 |
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Es begann alles im Jahr 1995. Der Heek, damals noch Sozialarbeiter, wollte mit uns
nach Italien. In die Stadt vom Franz. Nach Assisi. Mit nur einem Bulli machten wir uns auf die Reise. Wir waren schließlich
nur zu acht, fünf von uns wechselten uns beim Fahren mehr oder weniger ab - an einen Zwischenstopp mit Übernachtung in der Schweiz war also
noch gar nicht zu denken.
So kamen wir denn mehr oder weniger geplättet in Assisi an - untergekommen sind wir in einem hotelähnlichen Ding in Rivotorto. Das war zwar
alles ein bisschen außerhalb, bot dafür aber auch etliche Gelegenheiten, italienisches Familienleben zu erleben (von der Familie, der das Hotel
gehörte; Wilhelm wird sich an die Oma erinnern, die plötzlich diesen RIESENgartentisch alleine über dem Kopf transportierte...).
Für Assisi war diese Unterkunft viel zu feudal, zugegeben. Aber irgendwo muss der Mensch ja wohnen...
Direkt am ersten Tag musste Wilhelm natürlich auf uns aufmerksam machen - und zwar, als er ganz gemütlich auf der Piazza saß
und eine Taube ebenso gemütlich ihr Geschäft über ihm erledigte. Von diesem Tag an war nichts mehr in Assisi so, wie es früher war
- seit Wilhelms erstem Lachkrampf in dieser schönen Stadt...
In den folgenden Tagen lernten wir Assisi kennen. Neben Sehenswürdigkeiten wie San Francesco, San Damiano etc. blieb aber noch genug Zeit für
eigene Erkundungen. Die Rocca haben wir in diesem Jahr noch nicht besucht, dafür aber die beste Eisdiele ausfindig gemacht (das war früher
die gegenüber von Santa Chiara), Bilder gemalt (was sich sehr spannend gestalten kann mit dem Herrn Pastor...) undundund...
Ein besonderes Ereignis aber war auf jeden Fall die Bezwingung des Monte Subasio zwecks Sonnenaufgangswatching. Mitten in der Nacht machten wir
uns auf - die Fußfaulen liefen nur ein kleines Stück, die Harten, also wir, fast alles...
Schön und gut. Schien erst auch gar nicht so hoch zu sein. Nur zog sich dieser Weg ein wenig. Besonders treffend waren dann die Wilhelm'schen
Aufmunterungen: "Noch eine Kurve, dann sind wir da...". Nach zehn Kurven...immer noch kein Ende in Sicht. Leichter Groll auf den Sozialfuzzi...
Nun, irgendwann kamen wir denn doch an. Und warteten auf den Sonnenaufgang. Der aufgrund erhöhten Nebelvorkommens auf sich warten ließ..
Na gut, als sie denn da war, die Sonne, wars doch ganz nett und alle Schmerzen, Flüche, Müdigkeit und was einen sonst zu so früher Stunde plagt, war vergessen.
Rom haben wir in diesem ersten Jahr auch mitgenommen- inclusive Forum Romanum, Spanischer Treppe, usw. Der Besuch des Petersdoms gestaltete sich ein wenig
schwierig, da ein Teil von uns eher unpassende Kleidung trug (also, immer dran denken...) ... Aber auch das haben wir dann - ich weiß nicht
mehr wie - geregelt... Ein schönes Jahr eigentlich, und so ruhig ohne Teilnehmer ;-) - Nicole
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